2013

Kunde

Ars Electronica Linz GmbH

Lead Agentur

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Branche

Medien & Unterhaltung

Wir sind hier – Crossmediale Eröffnungsperformance für die Ars Electronica

360°-Erlebnis mit Liveperformance, Fassadenprojektion, Drohnen und User Partizipation

Die Ars Electronica 2013 in Linz war ein multimediales Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft. „TOTAL RECALL – The Evolution of Memory“, das Festival-Thema, beschäftigte sich mit der Suche nach dem perfekten Gedächtnis, nach Plänen und Visionen für eine Zukunft, in der wir alles speichern können. Mit der Gestaltung des Eröffnungsevents wurde xailabs und damit das kollektive Kunstprojekt „Wir sind hier“ beauftragt.

Die Geschichte schien einer Art kollektiver Amnesie zum Opfer zu fallen und spätestens nach den Enthüllungen von Julien Assange und Edward Snowden mussten sich Menschen wieder mit totalitären Überwachungsmechanismen auseinandersetzen. Im Fokus stand eine neue Bestandsaufnahme der digitalen Gegenwart, die den aktuellen Widerstreit aufzeigte – zwischen neuer Freiheit, Fortschritt und andererseits die Möglichkeit der Ausnutzung und Vereinnahmung.

Das 4000 m2 große Areal wurde in einen 360°-Erlebnisraum verwandelt.

Ein Meer von visuellen, akustischen und emotionalen Reizen tauchte das Publikum in ein medial überhöhtes Abbild einer existierenden Wirklichkeit.

Eine multimediale Demonstration in 3 Akten.

1. Akt: „Target Area“ – Sind wir alle nur Statisten in einem heiteren Spiel?

Zum Rhythmus der Musik wurde jeder von unsichtbaren Kameras ins Visier genommen und fand sich somit im Zentrum eines Fadenkreuzes wieder, überdimensional auf die Gebäudefassade projiziert.

2. Akt: „Don’t hesitate“ – Oder sind wir Gefangene in einem unsichtbaren Käfig?

Tänzer und Komparsen, surreale Wesen in Masken und Schutzanzügen, drangen in das Publikum und konfrontierten es. Assoziative Situationen, kommentiert von Kindern, warnten eindringlich vor Überwachung und Zensur. Erfolglos, denn spätestens als der Himmel sich mit Lichtern füllte und fliegende Drohnen sich über dem Publikum formierten, wurde jedem klar, dass der Raum in seiner letzten Dimension eingenommen wurde.

3. Akt „Citizen Square“ – Und was, wäre all dies nun keine Performance, kein Spiel?

Der Platz öffnete sich und lud die Besucher zum Erkunden ein. Sieben Experten-Stände lockten mit Diskussionen und Workshops zum Thema Bürger- und Staatsrechte.

Vor- und Nachbereitung zum Event

Die Vor- und Nachbereitung zum Event fand auf der Webplattform wir-sind-hier.org statt. Essays thematisierten kritische Schwerpunkte wie den Freiheitbegriff, die zeitgemäße Definition von Demokratie, den Informationskrieg, das Zeitalter der Täuschung und die gesellschaftlichen Folgen der digitalen Zukunft.

Die Online-Redaktion publizierte, diskutierte und moderierte in vielen Formaten und auf vielen Kanälen, unter anderem Facebook, Storify, Google+, Twitter, Tumblr, Soundcloud und Vine. Darüber hinaus wurden Nutzer zur Partizipation eingeladen. Sie konnten Teil des Protestchors sein, Co-Komponisten des Soundtracks oder Mitgestalter einer Datenträgerskulptur.